Stellungnahme des Amt für Schule

15. Oktober 2018

Das Amt für Schule hat sich beim Ernährungsrat Kiel gemeldet und uns folgende Stellungnahme zukommen lassen, die die Situation an Schulen und Kindergärten klärt und präzisiert:

Der Bioanteil im Schulessen wurde, wie gefordert, innerhalb der letzten Jahre erhöht. Die letzte geforderte Erhöhung an die Caterer vom Amt für Schulen von 17% auf 30% (siehe Drs. 0701/2014) wurde mit durchschnittlich 35% (Stand: 2018) bereits übertroffen.

Alle Caterer, die durch Ausschreibungen an Kieler Schulen die Schulverpflegung bereitstellen, produzieren ihre Waren in Anlehnung an die Qualitätsstandards für die Schulverpflegung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Diese basieren auf der aktuellen wissenschaftlichen Datenlage (siehe DGE Qualitätsstandards für die Schulver- pflegung. Abrufbar unter: https://www.schuleplusessen.de/fileadmin/user_upload/medien/DGE_Qualitaetsstandard_Sc hule.pdf). Dass konventionell hergestellte Lebensmittel generell ungesund sind, ist wissenschaftlich nicht belegbar.

Es gibt in Kiel drei Regionale Berufsbildungszentren (RBZ). Die Mittagsverpflegung des RBZs Wirtschaft wird seit der letzten Vergabe von der Firma Aramark, die des RBZs Technik vom Städtischen Krankenhaus durchgeführt. Im RBZ 1 herrscht eine Eigenversorgung durch die eigenen, sich in Ausbildung befindenden Schülerinnen und Schüler. Generell muss das Amt für Schulen bei der Vergabe der Mittagsverpflegung die unterschiedlichen Situationen aller Kieler Schülerinnen und Schüler beachten.

In Zusammenarbeit mit der Stiftung „Bildung macht stark“ konnte sichergestellt werden, dass sozial schwächer gestellte Kinder der Primarstufe täglich ein kostenloses Mittagessen erhalten. Darüber hinaus fördert die Landeshauptstadt Kiel als eine der wenigen Städte der Bundesrepublik jedes einzelne Kind, sodass alle Kinder die Möglichkeit zur Teilnahme an der Schulverpflegung erhalten. Unabhängig vom realen Essenspreis zahlen Schülerinnen und Schüler der Primarstufe 2,40€ und die der Sekundarstufe 2,80€ (siehe Drs. 0767/2009).

Die Leistungsverzeichnisse, die der Vergabe zugrunde liegen, wurden in Zusammenarbeit mit Schüler- und Elternvertretern sowie den Leitungen jeder Schule entwickelt. Damit erfüllen sie bestmöglich die unterschiedlichen Anforderungen, sowohl von Politik als auch den Nutzern. Ein Bio- und Regionalanteil ist somit ein wichtiger, aber nicht der einzige Baustein, der in der täglichen Arbeit der Schulverpflegung beachtet werden muss.