Öffentliche Beschaffung - Lebensmittel aus der Region: Man muss es nur wollen

06. Juli 2018

Das Projekt Bio-Städte soll den Anteil von regionalen Bioprodukten an der Ernährung erhöhen. Ein Ziel, dass alle Ernährungsräte in Deutschland teilen. Die Beschaffungsrichtlinien der Städte und Kommunen (wie Kiel) können ganz erheblich beitragen, dieses Ziel zu erreichen. Die öffentliche Hand ist nämlich einer der größten Abnehmer von Produkten und Dienstleistungen überhaupt. Es ist für 19% des BIP verantwortlich. Das Projekt hat einen interessanten Leitfaden erarbeitet, der die Themen, die in diesem Zusammenhang für die Verwaltung von großer Bedeutung sind, ausführlich dargestellt und enthält konkrete Vorschläge zur korrekten Formulierung von Ausschreibungen. Anhand zahlreicher Praxisbeispiele wird deutlich gemacht, dass der Bioeinsatz trotz begrenztem Budget und verwaltungstechnischer Vorgaben auch in öffentlichen Einrichtungen erfolgreich umgesetzt werden kann. Es werden zahlreiche Tipps für die praktische Umsetzung gegeben, beispielsweise was bei der Auswahl von Lieferanten zu beachten ist und wie man die Zusatzkosten minimieren kann. Die Projektergebnisse werden wie folgt zusammengefasst:

Bio-Lebensmittel sind als Vergabekriterium nicht nur zulässig, sondern von Seiten der EU sogar erwünscht.
Beeindruckende Praxisbeispiele zeigen, dass die richtige Einführung von Bio-Lebensmitteln die Menschen begeistert, nicht zwingend zu Mehrkosten führt und die Mitarbeiter/innen in Küchen und Einrichtungen zufriedener werden.
Mit dem Leitfaden ist die „Bio-Einführung“ eine machbare Aufgabe.
Sie müssen es wollen!
Hier kann man den Leitfaden herunterladen. Download des Praxisleitfadens