Glyphosat Debatte geht in die nächste Runde

14. August 2018

Monsanto wurde bekanntlich erst jüngst in den USA zu einer Strafe in Höhe von 248 Millionen Euro verurteilt. Der Richter stellte fest, dass der Konzern es versäumt hat, deutlich genug auf die gesundheitlichen Risiken hinzuweisen, die mit dem Einsatz von Glyphosat verbunden sind. An den Börsen kam es darauf hin zu einem Kurssturz der Bayer-Aktie. Das Urteil hat die Glyphosat-Debatte in Deutschland und Frankreich wiederbelebt. Die Sprecherin der Grünen Annalena Baerbock forderte das sofortige Verbot. Ungewöhnlich deutliche Worte fand Frankreichs Minister für den ökologischen und sozialen Übergang, Nicolas Hulot, als er am 12. August dem Figaro ein Interview gab. Sein Kommentar: „Das ist der Anfang vom Ende der Arroganz, des verfluchten Pärchens Monsanto-Bayer. Das Urteil bestätigt, was die Mahner schon seit vielen Jahren über Glyphosat sagen." Hulot bezeichnete das Urteil als wohldurchdacht und höchst willkommen, weil es endlich deutlich mache, was viel zu lange geleugnet worden sei. Die Tatsache nämlich, dass Monsanto das abscheuliche Ziel verfolge, die Nahrungsmittel-Ressourcen der Welt, für den eigenen Vorteil auszuschlachten. Kurz zuvor hatte Hulot in einem Fernsehinterview Bayer aufgefordert, endlich das Vorsorgeprinzip walten zu lassen. Die EU ließ erklären, dass die Verlängerung der Zulassung für Glyphosat um fünf Jahre Bestand habe. (cax)